Freitag, 4. November 2011

Christian Hesse: Warum Mathematik glücklich macht (2010)

Mathematik macht glücklich. Definitiv. Doch dieses Buch tut es nicht.

Hesse, Christian: Warum Mathematik glücklich macht: Beck, 2010 (978-3406606083)

Natürlich ist es schwer die Faszination für eine solch abstrakte Wissenschaft Nicht-Mathematikern näher zu bringen. Leider macht der Autor Christian Hesse jedoch grundlegende Fehler in seinem Versuch.

Die Geschichten sind bunt gemischt, immer wieder wird zwischen Alltagssituationen und längeren Berechnungen hin und her gesprungen. Tipps zur schnellen Rechnung in der Pizzabude sind seitenlang und erfordern Bleistift und Papier.

Zu den gröberen Ausrutschern zählen Anekdoten, die nicht nur eine komplexe mathematische Beweisführng unterbrechen und den Leser vom Weg abbringen, sondern auch noch plump aus anderen Printmedien zusammenkopiert sind.

Neben unwitzigen Aufzählungen von Zahlendrehern im Alltag und deren Folgen gesellen sich Bilder und Texte dazu, die wie eine Freakshow der Mathematik wirken.

Dafür fehlen exklärende Grafiken und Diagramme, wie sie in vielen ähnlichen populärwissenschaftlichen Werken verwendet werden.

Fazit: Leider konnte ich die 151 verblüffenden Geschichten leider nicht finden und auch ein leidenschaftlicher Lesefluss kommt durch mathematische Fehler und sprachliche Hänger leider nicht zustande.

Dafür gibts von mir einen Daumen nach unten!


Lieber:

Der Mathematikverführer: Zahlenspiele für alle Lebenslagen von Christoph Drösser
 
Fließend lesbare Kurzgeschichten und Beispiele regen zum Nachdenken und Ausprobieren an.
Gut erklärt und illustriert ist es eine super Zwsichenlektüre für jeden Hobby-Mathematiker.

 
 
Oder:

Der Schein der Weisen: Irrtümer und Fehlurteile im täglichen Denken
von Hans-Peter Beck-Bornholdt 

Nette Storys und gute Diagramme helfen beim Verstehen von populären Irrtümern. Man lernt was fürs Leben und hat immer eine Geschichte für die lahmen Familentreffen parat!

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